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Dokumentenbetrug nimmt zu, manuelle Prüfungen kommen nicht mehr hinterher. In diesem Artikel vergleichen wir drei konkrete Methoden zur Erkennung von Dokumentenbetrug.
Drei Ansätze zur Erkennung von Dokumentenbetrug – von Python-Tools bis zu KI-Software wie Koncile.
Was versteht man unter der Erkennung von Dokumentenbetrug?
Dokumentenbetrug besteht darin, offizielle Unterlagen zu verfälschen, um einen Vorteil zu erhalten, der eigentlich nicht zusteht – etwa einen Kredit, eine Wohnung, eine Sozialleistung, einen Vertrag oder eine Anstellung. Die Erkennung von Dokumentenbetrug bedeutet daher, zu überprüfen, ob die eingereichten Dokumente sowohl authentisch als auch inhaltlich stimmig sind, bevor eine geschäftskritische Entscheidung getroffen wird.
In der Praxis betrifft das vor allem finanzielle und identitätsbezogene Unterlagen wie Kontoauszüge, Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, Ausweisdokumente, Wohnsitznachweise, Rechnungen oder andere administrative Nachweise. Sobald eines dieser Dokumente manipuliert wurde, wird die gesamte Entscheidungskette unsicher – vom Kreditscoring über die Mietbewerbung bis hin zu KYC-Prozessen, Onboarding und Betrugsprävention.
Historisch beruhte die Erkennung von Dokumentenbetrug auf manueller Prüfung: Eine Fachkraft verglich mehrere Dokumente, kontrollierte Beträge, Daten, Logos, Unterschriften oder Stempel und nutzte Erfahrung, um Unstimmigkeiten zu erkennen. Das bleibt wichtig, wird aber schnell unbeherrschbar, sobald die Volumina steigen.
Heute zeichnen sich drei große Ansätze ab: die visuelle Analyse des Dokumentenbildes, die Untersuchung der technischen Metadaten sowie konsistenzbasierte Prüfungen, die durch KI gestützt werden – wie sie Softwarelösungen wie Koncile ermöglichen.
Ziel ist nicht, die “beste” Methode auszuwählen, sondern zu verstehen, was jede abdeckt, wo ihre Grenzen liegen und wie sie sich in einem industriellen Workflow sinnvoll kombinieren lassen.
💡Hinweis
Versuchen Sie nicht, jeden Dokumentenbetrug mit einem einzigen Tool zu erkennen. Kombinieren Sie visuelle Checks, Metadaten-Analyse und KI-gestützte Konsistenzprüfungen, um Betrug zu reduzieren, ohne legitime Anträge zu blockieren.
Methode 1: Python-Pakete für die visuelle Erkennung
Die erste Methode behandelt das Dokument zunächst nur als Bild. Der Inhalt (Beträge, Namen, Steuernummer) ist noch egal – es geht um die Frage: „Wurde dieses Bild nachträglich bearbeitet?“.
Dafür kommen Bildforensik-Pakete in Python zum Einsatz. Sie analysieren Pixel, Texturen, Kompressionsartefakte und wiederholte Muster, um Manipulationen sichtbar zu machen.
Typische Einsatzszenarien:
manipulierte Ausweisdokumente (neues Foto, andere Personendaten)
gefälschte Rechnungen mit ausgetauschten Logos oder Stempeln
bearbeitete Steuerbescheide oder Lohnabrechnungen, die als Bild exportiert wurden
Stark sind diese Ansätze vor allem bei groben Manipulationen oder „Quick-and-dirty“-Fälschungen. Bei guter Bildqualität und sehr sauber gefälschten Vorlagen stoßen sie dagegen schnell an Grenzen.
Erklärung der Methode
In dieser Methode wird ein Dokument (z. B. Ausweis, Rechnung, Steuerbescheid) als reines Bild verarbeitet. Algorithmen prüfen zum Beispiel:
Bildblöcke und Regionen: Wiederholen sich Muster oder Bereiche (Clone Detection)?
Kompression und Rauschen: Gibt es Zonen, die anders komprimiert oder „körniger“ wirken?
Konturen und Übergänge: Weisen bestimmte Kanten oder Flächen untypische Artefakte auf?
Typische Signale für Manipulation:
ein ausgetauschtes Ausweisfoto mit anderem Hintergrund oder anderen Kanten
nachträglich eingefügte Stempel oder Unterschriften, deren Textur sich klar unterscheidet
ein Logo, das deutlich schärfer oder unschärfer ist als der Rest des Dokuments
Die visuelle Erkennung beantwortet also nicht die Frage, ob die dargestellten Beträge plausibel sind, sondern ob das Dokument als Bild „ehrlich“ wirkt.
Bespiel
Die Python-Pakete
Python-Pakete für visuelle Erkennung werden häufig in R&D-Projekten oder als Basis für Proof-of-Concepts genutzt. Sie zeigen, was technisch möglich ist, sind aber selten „Out-of-the-box“-Lösungen für Fachabteilungen.
DocAuth (Python)
DocAuth ist ein Python-Projekt zur „Document Authentication“ und richtet sich an Fälle wie Ausweise, Zertifikate oder andere offizielle Dokumente.
Typische Funktionen:
grundlegende Erkennung von Bildmanipulationen auf Ausweisen oder Zertifikaten
Beispielskripte, um sensible Bereiche (Foto, Stempel, Unterschrift) genauer zu analysieren
einfache Heatmaps oder Scores für verdächtige Regionen
Einsatz als Einstiegspunkt oder Demonstrator in Pilotprojekten
Zu beachten: Das Projekt ist relativ einfach gehalten und nicht intensiv gepflegt – ideal für Experimente, weniger für Produktivumgebungen.
PhotosHolmes (Python)
PhotosHolmes ist eine Python-Bibliothek für digitale Bildforensik. Sie ist nicht speziell auf Ausweisdokumente ausgerichtet, aber die verwendeten Techniken lassen sich übertragen.
Typische Funktionen:
Erkennung von kopierten/verschobenen Bildbereichen (Copy-Move-Fälschungen)
Analyse lokaler Manipulationen in bestimmten Regionen des Bildes
Visualisierung verdächtiger Zonen zur Unterstützung menschlicher Prüfer
Nützlich ist PhotosHolmes vor allem als Baustein, um einen bestehenden Workflow visuell zu „schärfen“.
pyIFD (Python Image Forgery Detection Toolkit)
pyIFD bündelt mehrere Bildforensik-Verfahren in einem Toolkit.
Typische Funktionen:
Implementierungen verschiedener Erkennungsalgorithmen für Bildfälschungen
Unterstützung gängiger Bildformate wie JPEG, PNG, TIFF
Scripts, um Tests schnell auf einen Satz von Dokumentbildern auszuführen
pyIFD eignet sich gut für Experimente und interne Vergleichstests verschiedener Algorithmen, erfordert aber Prüfung von Wartungsstand und Kompatibilität.
Forensically (Web / Tool)
Forensically ist ein kostenloses, webbasiertes Forensik-Tool für Bilder (Clone Detection, Error Level Analysis usw.).
Typische Funktionen:
visuelle Clone Detection innerhalb eines Dokuments
Error-Level-Analyse, um lokale Bearbeitungen aufzudecken
interaktive Werkzeuge für forensische Gutachten oder Einzelfallprüfungen
In vielen Teams dient Forensically als Schulungs- und Analysewerkzeug für komplexe Verdachtsfälle – nicht als direkt integrierte Massenlösung.
Vergleich der Python-Pakete
Werkzeug
Typ
Anwendungsfälle
Stärken
Grenzen
DocAuth
Python-Paket Dokumenten-Authentifizierung
Tests mit Ausweisen, Zertifikaten oder amtlichen Dokumenten in POCs und Demos.
Einfacher Einstieg, guter Startpunkt, um visuelle Dokumentenprüfung zu erkunden.
Wenig gepflegt, begrenzter Funktionsumfang, nicht produktionsreif „out of the box“.
PhotosHolmes
Python-Bibliothek Bildforensik
Erkennung von kopierten Bereichen und lokalen Bearbeitungen in gescannten Dokumenten.
Starke Clone-Detection-Algorithmen, sinnvolle Ergänzung in einem visuellen Workflow.
Nicht speziell auf „Dokumente“ fokussiert, erfordert Tuning für konkrete Use Cases.
pyIFD
Python-Toolkit Image Forgery Detection
Schnelle Experimente zur Erkennung von Manipulationen in gescannten oder exportierten Bildern.
Mehrere Verfahren in einem Toolkit gebündelt, praktisch für Vergleiche.
Älteres Projekt, Wartungsstand und Format-Support müssen geprüft werden.
Forensically
Webbasiertes Bildforensik-Tool
Manuelle oder halbautomatische Prüfung von Ausweisen, Rechnungen, Steuerbescheiden.
Sehr anschauliche Oberfläche, ideal für die Analyse sensibler Verdachtsfälle.
Nicht für hochskalierte, vollautomatische Integrationen konzipiert, benötigt Anpassungen.
Vorteile der visuellen Erkennung
gut geeignet, um offensichtliche Manipulationen auf digitalisierten Dokumenten aufzuspüren
liefert visuelle Hinweise, die Prüferinnen und Prüfer bei Entscheidungen unterstützen
sinnvoll als erste Filterstufe oder für Low-Volume-Workflows
Grenzen der visuellen Erkennung
stark abhängig von der Bildqualität (verschwommene Fotos, schlechte Scans, Schatten)
trifft keine Aussage über inhaltliche Plausibilität (Beträge, Namen, Zeiträume)
schwer skalierbar und wartbar ohne dediziertes technisches Team
Methode 2: Analyse von Dateimetadaten mit Open-Source-Tools und Python
Die zweite Methode betrachtet nicht die Oberfläche des Dokuments, sondern seine „technische Geschichte“. Digitale Dateien enthalten Metadaten wie:
Erstellungs- und Änderungsdatum
verwendete Software
Gerätetyp (Scanner, Smartphone, Kamera)
zusätzliche EXIF- oder XMP-Felder
Diese Metadaten lassen erkennen, ob ein Dokument so entstanden ist, wie es behauptet wird.
Beispiele:
Ein angeblich direkt vom Steuerportal heruntergeladener Bescheid, der in Wahrheit einen Tag zuvor mit einem PDF-Editor bearbeitet wurde.
Eine Lohnabrechnung, die formal korrekt aussieht, aber als Bild aus einer Bildbearbeitung heraus gespeichert wurde.
Mehrere Dokumente in einem Dossier, die alle dieselbe auffällige Metadaten-Signatur tragen – ein Hinweis auf eine „Dokumentenfabrik“.
Erklärung der Methode
In dieser Methode werden Metadaten aus den Dateien ausgelesen und mit dem erwarteten Prozess abgeglichen. Geprüft werden u. a.:
Erstellungs- und Änderungszeiten
verwendete Software und Softwareversion
Gerätetyp oder Kameramodell
zusätzliche Felder, die bestimmte Tools automatisch setzen
Die Analyse beantwortet Fragen wie:
„Ist es plausibel, dass dieses PDF von genau diesem System erzeugt wurde?“
„Warum wurde dieser Steuerbescheid kurz vor dem Upload noch einmal mit einem anderen Tool verändert?“
„Warum sehen drei angeblich unabhängige Dokumente technisch identisch aus?“
Metadaten liefern damit wertvolle Risikosignale – ersetzen aber keine inhaltliche Prüfung.
Die Lösungen (Open Source & Python)
ExifTool (Open Source)
ExifTool ist das bekannteste Open-Source-Tool zur Extraktion technischer Metadaten (EXIF, XMP, IPTC usw.) aus Bilddateien und teilweise PDFs.
Typische Stärken:
sehr breite Formatunterstützung
etablierter Standard in vielen Workflows
hervorragend für Batch-Verarbeitung in Skripten geeignet
Für die Erkennung von Dokumentenbetrug ist ExifTool vor allem hilfreich, um:
Erstellungs- und Änderungsdaten auszuwerten
verwendete Software oder Geräte zu identifizieren
ungewöhnliche oder fehlende Metadatenfelder zu erkennen
Exiv2 (Open Source)
Exiv2 ist eine C++-Bibliothek mit CLI-Tool zur Lektüre und Bearbeitung von Metadaten in Bilddateien.
Typische Stärken:
gute Integration in viele Open-Source-Projekte
saubere API für C++-Anwendungen
Fokus auf EXIF, IPTC und XMP in gängigen Bildformaten
Exiv2 eignet sich vor allem, wenn schon C++-basierte Bildverarbeitungssysteme im Einsatz sind und Metadaten-Checks integriert werden sollen.
hachoir-metadata (Python-Paket)
hachoir-metadata ist Teil des Hachoir-Ökosystems, einer Python-Bibliothek zum binären Parsen von Dateien.
Typische Stärken:
Auslesen technischer Metadaten aus vielen Dateiformaten (nicht nur Bilder)
einfache Integration in Python-Skripte und -Pipelines
geeignet, um große Dateimengen automatisiert zu scannen
In der Erkennung von Dokumentenbetrug kann hachoir-metadata beispielsweise genutzt werden, um:
systematisch Metadaten in Eingangsdokumenten auszuwerten
eigene Regeln zu definieren („diese Software ist in legitimen Dokumenten nie vorhanden“)
Metadaten-Signale mit anderen Scorings (z. B. visueller Check, inhaltliche Checks) zu kombinieren
Vergleich der Metadaten-Tools
Werkzeug
Integration
Was wird analysiert
Stärken
Grenzen
ExifTool
CLI + Skripte
EXIF-, XMP-, IPTC- und andere technische Metadaten auf Bildern und teils PDFs.
De-facto-Standard, sehr umfangreich, ideal für Batch-Verarbeitung.
Vor allem Kommandozeile, für nicht-technische Nutzer weniger zugänglich.
Exiv2
C++-Bibliothek + CLI
EXIF-, IPTC-, XMP-Metadaten in gängigen Bildformaten.
Gut in Open-Source-Ökosysteme integriert, passend für C++-Anwendungen.
Fokus auf Bilder, weniger vielseitig als ExifTool, C++-Know-how erforderlich.
hachoir-metadata
Python-Bibliothek
Niedrigstufige technische Metadaten vieler Dateitypen via binärem Parsing.
Einfach in Python-Pipelines einsetzbar, geeignet für große Dokumentmengen.
Benötigt eigene Regeln, um Metadaten in konkrete Betrugssignale zu übersetzen.
Vorteile der Metadaten-Analyse
deckt Unstimmigkeiten in der technischen Entstehungsgeschichte von Dateien auf
lässt sich gut automatisieren und auf große Dokumentmengen anwenden
hilft, Muster und wiederkehrende Betrugsschemata zu erkennen
Grenzen der Metadaten-Analyse
bewertet nicht den inhaltlichen Wahrheitsgehalt (Beträge, Namen, Zeiträume)
Metadaten können entfernt oder bewusst manipuliert werden
die Interpretation erfordert Kontextwissen über reguläre Prozesse und Systeme
Methode 3: Konsistenztests mit KI-gestützter Software wie Koncile
Die dritte Methode orientiert sich am Vorgehen erfahrener Sachbearbeiter: Sie prüfen, ob die Gesamtheit der Dokumente und Informationen eine stimmige Geschichte erzählt.
Hier geht es nicht mehr nur um Bilder oder Metadaten, sondern um den inhaltlichen Abgleich:
innerhalb eines Dokuments (z. B. Brutto/Netto auf einer Lohnabrechnung)
zwischen mehreren Dokumenten (Kontoauszug, Lohnabrechnung, Steuerbescheid)
im Kontext des beantragten Produkts (Kredit, Mietobjekt, Limit usw.)
Software wie Koncile, Inscribe oder Resistant AI kombiniert dafür:
spezialisiertes OCR
strukturierte Datenauswertung
Geschäftsregeln
KI-Modelle zur Anomalie- und Mustererkennung
Erklärung der Methode
Typischer Ablauf:
Datenextraktion per OCR Beträge, Daten, IBAN, Arbeitgeber, Adressen, Zeiträume, Steuernummern etc. werden aus Dokumenten wie Kontoauszügen, Lohnabrechnungen, Steuerbescheiden, Rechnungen und US-Tax-Returns gelesen.
Strukturierung und Normalisierung Formate werden vereinheitlicht (Datumsformate, Währungen), Zeilen werden Kategorien zugeordnet (Einkommen, Fixkosten, Steuern, Salden usw.).
Geschäftsregeln und Konsistenzchecks Beispiele:
Verhältnis Brutto/Netto/Abzüge auf Lohnabrechnungen
Abgleich zwischen deklarierten Einkommen und tatsächlichen Zahlungsströmen auf dem Kontoauszug
Plausibilität der Zwischensalden im Steuerbescheid
Konsistenz von Adresse, Arbeitgeber und Zeiträumen über verschiedene Dokumente hinweg
KI-gestützte Anomalieerkennung Modelle lernen, wie „normale“ Dossiers aussehen, und flaggen ungewöhnliche Muster, etwa:
Einkommen, die nicht zum Profil passen
Sprunghafte Veränderungen von Monat zu Monat
Kombinationen von Dokumenten, die in legitimen Dossiers kaum vorkommen
Damit geht es nicht mehr nur um „gefälschtes PDF oder nicht“, sondern um die Frage: „Ist diese finanzielle und biografische Geschichte in sich plausibel?“.
Beispiele für Lösungen (AI powered)
Koncile
Koncile fokussiert sich auf Finanz- und Verwaltungsdokumente in Prozessen wie Kreditvergabe, Mieterscreening oder Kunden-Onboarding.
Typische Funktionen:
OCR-Extraktion speziell für Kontoauszüge, Lohnabrechnungen, Steuerbescheide, Rechnungen und ähnliche Dokumente
Strukturierung der Daten in Dossier-Modelle (z. B. Kreditantrag, Mietdossier)
eingebettete Geschäftsregeln zu Einkommen, Ausgaben, Salden und Zeiträumen
KI-gestützte Risiko- und Konsistenzbewertung
API-first-Ansatz zur Integration in bestehende Workflows
Inscribe
Inscribe richtet sich an Banken und Fintechs und konzentriert sich auf Dokumentenbetrug im Onboarding und Underwriting.
Typische Funktionen:
Analyse von Bank Statements, Pay Stubs, Tax Documents und IDs
Kombination von Bildforensik, Metadatenanalyse und Datenkonsistenzchecks
Fokus auf „hidden inconsistencies“, also versteckte Unstimmigkeiten in Beträgen, Daten oder Dokumentstrukturen
Resistant AI
Resistant AI bietet eine mehrschichtige „Document Forensics“-Plattform für Finanzinstitute mit sehr hohen Volumina.
Typische Funktionen:
Prüfung von Bank Statements, Payslips, Nebenkostenabrechnungen, Steuerformularen und weiteren Belegen
hunderte von Signalen aus Dateistruktur, Inhalt und Manipulationsmustern
Ermittlung eines Risikoprofils pro Dokument und pro Dossier
Integration in KYC-, Kredit- und Monitoring-Prozesse
Strukturierte Extraktion, Geschäftsregeln und Konsistenzchecks über Felder und Dokumente hinweg.
Kreditvergabe, Mieter-Screening, KYC/Onboarding mit Automatisierung und Betrugserkennung.
Inscribe
Dokumentenbetrugserkennung für Banken und Fintechs.
Bank Statements, Pay Stubs, Tax Documents, Ausweise.
Forensik, Metadaten-Analyse und Datenchecks zur Erkennung „versteckter“ Unstimmigkeiten.
Finanzdienstleister, die Betrug reduzieren wollen, ohne gute Kund:innen zu frustrieren.
Resistant AI
Mehrschichtige Plattform für „Document Forensics“.
Bank Statements, Payslips, Nebenkostenabrechnungen, Steuerformulare u. a.
Risikoprofil auf Basis von Dateistruktur, Inhalt und Manipulationsmustern.
Banken, Versicherer, BNPL und Lending-Plattformen mit sehr hohem Dokumentvolumen.
Vorteile der Konsistenzprüfung
bildet das tatsächliche Entscheidungsverhalten erfahrener Sachbearbeiter nach – nur skalierbar
erkennt Betrugsfälle, die mit reiner Bild- oder Metadatenanalyse kaum auffallen würden
lässt sich direkt in bestehende Prozesse integrieren (APIs, Workflows, Dashboards)
Grenzen der Konsistenzprüfung
erfordert initiale Modellierung von Dokumenttypen, Regeln und Anwendungsfällen
setzt ein gewisses Data- und Process-Maturity-Level auf Kundenseite voraus
ersetzt nicht jede manuelle Prüfung, reduziert aber die Anzahl der Dossiers, die überhaupt manuell gesichtet werden müssen
Zu beachten (Fazit)
Keine der drei Methoden – Bildforensik, Metadatenanalyse oder Konsistenzprüfung – löst das Problem Dokumentenbetrug allein. In Kombination entsteht jedoch ein deutlich robusteres Schutzsystem:
visuelle Erkennung filtert grobe und schnelle Fälschungen
Metadatenanalyse deckt technische Unstimmigkeiten auf
KI-gestützte Konsistenzprüfungen bewerten die inhaltliche Plausibilität des gesamten Dossiers
Eine Plattform wie Koncile fokussiert sich auf diesen letzten, geschäftsnahen Schritt und integriert sich gleichzeitig mit vorgelagerten Prüfungen. Ziel ist nicht, jedes Risiko auf Null zu senken – sondern Dokumentenbetrug so aufwendig und riskant zu machen, dass er im Tagesgeschäft zur Ausnahme wird.
zur Erkennung von Dokumentenbetrug
Was ist Dokumentenbetrug genau?
Unter Dokumentenbetrug versteht man das Erstellen, Verändern oder Wiederverwenden von Dokumenten (Kontoauszüge, Lohnabrechnungen, Steuerbescheide, Ausweise usw.), um sich einen ungerechtfertigten Vorteil zu verschaffen, zum Beispiel einen Kredit, einen Mietvertrag oder eine Leistung.
Welche Dokumente werden am häufigsten gefälscht?
Besonders häufig betroffen sind Kontoauszüge, Lohnabrechnungen, Steuerunterlagen, Ausweisdokumente, Wohnsitznachweise und Rechnungen, da sie zur Prüfung von Identität, Einkommen, Stabilität und Risiko herangezogen werden.
Reichen Python-Tools für Bildforensik aus, um Dokumentenbetrug zu stoppen?
Nein. Bildforensik-Tools sind hilfreich, um offensichtliche Manipulationen zu finden, bewerten aber nicht die geschäftliche Plausibilität der Daten. Sie sollten mit Metadaten-Analysen und KI-gestützten Konsistenzprüfungen kombiniert werden.
Welche Rolle spielen Metadaten bei der Erkennung von Dokumentenbetrug?
Metadaten zeigen die technische „Entstehungsgeschichte“ einer Datei: wann sie erstellt oder geändert wurde, mit welcher Software oder welchem Gerät – und ob das zum angeblichen Aussteller und Prozess passt.
Worin unterscheidet sich Koncile von einem einfachen OCR-Tool?
Koncile liest nicht nur Text aus. Die Lösung strukturiert die Daten aus den Dokumenten, wendet Geschäftsregeln an und nutzt KI, um Unstimmigkeiten über Felder und Dokumente hinweg zu erkennen – und so verdächtige Fälle von Dokumentenbetrug zu markieren.
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Mitbegründer von Koncile - Verwandeln Sie jedes Dokument mit LLM in strukturierte Daten - jules@koncile.ai
Jules leitet die Produktentwicklung bei Koncile und konzentriert sich darauf, wie unstrukturierte Dokumente in Geschäftswert umgewandelt werden können.